Politik
Einheitsstaat mit parlamentarischer Demokratie
Den Rahmen für die Politik der Slowakei bildet die Regierungsform einer Parlamentarischen Demokratie mit Teilung in die drei Gewalten: Exekutive, Legislative und Judikative. An der Spitze der slowakischen Politik steht der Präsident der Republik, während der Ministerpräsident die Spitze der Regierung in der Slowakei bildet. Die Gesetzgebung obliegt dem Nationalrat der Slowakischen Republik.
Gewählt wird der Nationalrat mit seinen 150 Mitgliedern alle vier Jahre, während die Wahlen für den Staatspräsidenten in der Politik alle fünf Jahre stattfinden. In der Slowakei existieren keine regionalen Wahlkreise; vielmehr ist das gesamte Land ein einziger Wahlkreis. Eine Fünf-Prozent-Hürde für die Wahlen zum Parlament ist auch in der Politik der Slowakei bekannt, allerdings sind die Dinge dort etwas komplizierter. So können auch zwei bis drei kleinere Parteien eine Koalition im Parlament bilden, wenn sie zusammen sieben Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Ab vier Parteien, die koalieren, steigt der Mindestprozentsatz auf zehn Prozent. Einfache Gesetze kann der Nationalrat mit ebenso einfacher Mehrheit beschließen, sofern mindestens die Hälfte der Abgeordneten anwesend ist. Sollen Verfassungsgesetze beschlossen werden, so ist in der Politik des Landes eine Drei-Fünftel-Mehrheit erforderlich. Regierung und Parlament werden strikt voneinander getrennt. Abgeordnete, die in der Slowakei Mitglieder der Regierung werden, lassen ihr Mandat fürs Parlament in dieser Zeit ruhen.
Slowakei - ein Einheitsstaat
Bundesländer mit teils weit reichenden Befugnissen wie in Deutschland existieren in der Politik der Slowakei nicht. Gegliedert ist das Land seit der 1996 in Kraft getretenen Neugliederung in acht Bezirke und 79 Kreise. Seither existieren auch Außenstellen der Kreisbehörden auf dem Land, um Politik möglichst bürgernah zu gestalten.
Internationale Integration
2004 wurde die Slowakei in die Europäische Union (EU) integriert; im selben Jahr trat sie der NATO bei. Über den Beitritt zur EU stimmten die Einwohner der Slowakei im Rahmen eines Referendums ab. Damals sprachen sich 92,46 Prozent aller Beteiligten für den EU-Beitritt aus. Die Wahlbeteiligung war jedoch eher gering. Im Jahr 2009 wurde dann der Euro als Währung in der Slowakei eingeführt. Die Slowakei ist Teil der seit 1991 existierenden Visegrád-Gruppe, der neben ihr die Staaten Tschechien, Polen und Ungarn angehören. Sicherheit und wirtschaftliche Integration in die EU sind wichtige Politik-Themen, mit denen sich die Visegrád-Gruppe seit dem EU- und NATO-Beitritt aller vier Gruppenmitglieder auseinandersetzt.
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