Gesellschaft
Minderheiten, Telefone und Religion
Nach der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2001 bestand die Gesellschaft in der Slowakei insgesamt aus etwa 4,5 Millionen Slowaken und diversen Minderheiten; die größte Gruppe der Minderheiten innerhalb der Gesellschaft stellten die Ungarn mit etwa 520.000 Menschen. Ihnen folgten Roma, Tschechen, Rhutenen, Ukrainer und noch immer knapp 5.500 Karpatendeutsche. Die Minderheiten sind nicht das einzige, was die Gesellschaft in der Slowakei auszeichnet, aber etwas Wichtiges und bisweilen Spannungsreiches.
Das Verhältnis des Slowaken in der Slowakei zu den Minderheiten in der Gesellschaft des Landes ist nicht frei von Konflikten. Vereinzelt kommt es beispielsweise zu rechtsextremen Übergriffen gegen Roma. Auch zwischen der ungarischen Minderheit und den Slowaken kommt es mitunter zu Spannungen. Für die Ungarn in der Slowakei stellt sich die Frage, wie das richtige Verhältnis zwischen Assimilierung und Bewahren einer eigenständigen ungarischen Kultur aussieht. Das Verhältnis zwischen den beiden Staaten Slowakei und Ungarn ist nicht zuletzt aufgrund der Minderheitenfrage eher schlecht.
Statistikdaten für die slowakische Gesellschaft
Die Bevölkerung der Slowakei ist im Vergleich zu der in Deutschland mit einem Durchschnittsalter von 35.8 Jahren relativ jung (Deutschland: 42,6 Jahre). Die Lebenserwartung ist allerdings geringer als in Deutschland. Der Anteil der Analphabeten ist bei der Bevölkerung der Slowakei im Alter über 14 Jahre mit 0,4 Prozent gering.
Telekommunikation - Versorgung der Bevölkerung
Im Vergleich zu Deutschland ist die Telekommunikationsversorgung in der Slowakei weniger stark entwickelt, schreitet jedoch voran.
Telefonanschlüsse pro 1000 Einwohner:
Deutschland: 670,9
Slowakei: 342,6
Internetnutzer pro 1000 Einwohner:
Deutschland: 678,71
Slowakei: 461,44
Mobilfunk pro 1000 Einwohner:
Deutschland: 842,49
Slowakei: 775,81
(Quelle: Welt-in-Zahlen.de)
Religion
Insgesamt existieren fünfzehn Glaubensgemeinschaften in der Gesellschaft der Slowakei, die vom Staat anerkannt werden. Etwa 66 Prozent aller Slowaken gehören der römisch-katholischen Kirche an. Ungefähr 6,9 Prozent der Einwohner der Slowakei sind Angehörige der evangelischen Kirche und 4,1 Prozent bekennen sich zur griechisch-katholischen Kirche. Zur Gruppe der Konfessionslosen gehören 12,9 Prozent aller Slowaken. Die Slowakei ist ein säkularisierter Staat, allerdings spielt die Religion in Teilen der Gesellschaft der Slowakei eine wichtige Rolle. Das kann beispielsweise auch bedeuten, dass Familien in der slowakischen Gesellschaft weniger gut angesehen werden, wenn Familienmitglieder sich scheiden lassen. Hochzeiten sind meist große Feste, zu denen oft über 100 Menschen eingeladen werden. Die Sache mit dem Bund fürs Leben wird in der Regel ernst genommen.
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